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 Die Geschichte

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Cenerun
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BeitragThema: Die Geschichte   Do 18 Nov 2010, 12:09



Drachenkristall


»Das Antlitz Eorondûrs mag zerschmettert worden sein und der Kontinent Nothandar aufgehört haben als solcher zu existieren. Doch bedeutet dies noch lange nicht, dass die Triade endgültig den Sieg davongetragen hat. Denn ebenso wie die entstandenen Scherbenwelten als Bruchstücke des Großen Ganzen weiter bestehen und vom Lichte des Götterfunkens genährt werden, wird auch die Dunkelheit dereinst ihren Weg zurück in die Höheren Sphären finden um erneut das Werk des Schöpfers mit Verderbtheit und Leid zu besudeln. Und sie wird zuschlagen, wenn wir es am wenigsten erwarten.«


Aus den Aufzeichnungen der Hohen Bibliothek zu Edhayar
Die Prophezeiungen des Tellarin, Hohepriester der Shalaír

Unsere Geschichte beginnt in Atheidar, dem Land der Vier Königreiche. Schon seit jeher kämpfen die Wesen der Finsternis gegen die Anhänger des Lichts und um die Vorherrschaft auf dem Kontinent. Nach jahrzehntelangen Kriegen konnte Avanor, der letzte Hochkönig des Menschengeschlechts nach zahlreichen mehr oder weniger vergeblichen Friedensverhandlungen immerhin einen kleinen Erfolg verbuchen; ihm und seinen Nachfolgern war es gelungen, den Kontinent unter den verfeindeten Völkern aufzuteilen: Das nördliche Hochland, später bekannt als die Hohenmark, fiel in die Hände der Elementarwesen, Naturgeister und Frostweber. Das Waldlandreich im Osten wurde den Elfen, Kobolden und Tiermenschen übergeben. Das südliche Gebiet wurde den dunklen Kreaturen wie Dämonen, Untoten oder Trollen überlassen. Das Graue Land im Westen schließlich beanspruchten die Menschen für sich.

Um jene Völker, welche im Krieg entweder auf gar keiner oder beiden Seiten gestanden hatten, wie beispielsweise Zwerge oder Gestaltwandler, nicht zu zwingen, sich auf eine Seite festzulegen, gab jedes der Reiche seinen Teil dazu, um in der Mitte des Kontinents das Weiße Reich zu gründen. Auch Wesen, die durch die blutigen Kämpfe nahezu völlig ausgelöscht worden waren, wie Greifen oder Drachen, sollten dort Zuflucht finden. Von diesem Land aus sollte später das mächtigste aller Wesen Atheidars über die Lande wachen und das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten bewahren. Um was es sich bei diesem Wesen wirklich handelte, vermochte kein lebendes Wesen zu sagen. Es hieß, er könne seine Gestalt beliebig wandeln, erscheine jedoch zu Ehren der letzten Drachen stets als einer der ihren. So ward der mächtige und wundersame Hüter der Länder, dessen Schwingen lange Jahre des Friedens schenkten, bald in aller Welt nur noch unter dem Namen Kristalldrache bekannt, benannt nach dem Berg aus reinem, unzerstörbarem Kristall im Zentrum des Weißen Landes, in dessen Tiefen er hausen sollte.

Doch auch wenn das Zeitalter der verheerenden Kriege nun beendet war, so konnte auch der Wächter nicht verhindern, dass es weiterhin Unstimmigkeiten zwischen den Bewohnern der einzelnen Länder gab. Das edle Geschlecht der menschlichen Hochkönige war schwach geworden, die Herzen der Menschen korrupt und gierig. So streckten sie ihre Finger nach Norden aus, in Richtung der Hohenmark. Die Kreaturen reiner Magie, die dort hausten, waren ihnen aufgrund ihrer Fähigkeiten und der Nähe zur Natur, die den menschlichen Magiern selbst fehlte, nicht geheuer. Einige Priester und Schwarzmagier wussten diese Furcht bald für ihre eigenen Machtspiele zu nutzen und schürten sie zusätzlich, sodass Misstrauen und Furcht bald schon in Hass und Feindseligkeit umschlugen und die ersten Todesopfer forderten. Die Bewohner der Hohenmark im Gegenzug bekämpften die Menschen, die in ihr Reich eindrangen, ihre Wälder rodeten und ihre Flüsse verschmutzten, und sahen sich durch die Schwarzmagischen Experimente der Menschen bedroht.

Auch die Elfen führten weiterhin ihren eigenen Krieg gegen die Bewohner der Düsterlande. Beide Völker verachteten einander, nicht nur wegen ihrer vollkommen unterschiedlichen Auffassungen bezüglich des Lebens und dem Umgang mit diesem. Werwesen und Trolle beneideten die Elfen um ihre Schönheit und Langlebigkeit, Vampire verlangten nach ihrem Blut, das ihre Kräfte wachsen ließ. Die Elfen hingegen verabscheuten die Toten Wesen für ihre Seelenlosigkeit und ihre Mordlust.

Und so begab es sich, dass sich von Norden eine neue Bedrohung näherte und unbemerkt unter den Augen des Kristalldrachen hindurch in alle Königreiche huschte… verkörperte der Kristalldrache das Licht und das Gute in den Lebewesen, so stand sein dunkles Spiegelbild, der Schwarze Drache, für alle negativen Eigenschaften. Lange Zeit hatte er geschlafen, sich während der frühen Kriege von Leid und Schmerz ernährt, das Zeitalter des Friedens unter Avanor und seiner Nachfolger geduldig abgewartet und seine dunkle Macht während der neu entflammten Streitigkeiten abermals gemehrt. Und nun war er erwacht, hervorgerufen von einer unbekannten Person und ihrem Willen unterworfen. In ihr vereinten sich die Kräfte aller Völker und sie war Gebieterin über das ewige Eis, welches alsbald begann, sich kriechend in die Herzen der Völker zu schleichen und einen erbarmungslosen Krieg auslöste, der selbst die Gräuel des kriegerischen Zeitalters in den Schatten stellen und mit der kompletten Vernichtung von entweder Licht oder Schatten enden sollte.

In dieser schrecklichsten Stunde, in der die Macht des Kristalldrachen in gleichem Maße schwand wie die des Schattendrachen zunahm, und das Gleichgewicht zwischen den Völkern kippte, geschah es, dass der Kristalldrache einen Hilferuf an die Götter schickte. Als Antwort erhielt er vier magische Steine, aus welchen später vier Eier hervorgingen. Eines war so grün wie die Wälder des Waldreiches, eines so blau wie das Meer in den Buchten der Feuerzunge, eines so golden wie die Steppe vor Salathir und eines so rot wie die Sonnenuntergänge auf dem Hochplateau von Sûn.

Vier Diener des Kristalldrachen brachten jedes der Eier in eines der vier Reiche. Und jedes von ihnen sollte gefunden werden. Gefunden von einem Auserwählten.

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